Erschreckender Fund in Diemel-</br>stadt-Rhoden

Erschreckender Fund in Diemelstadt-Rhoden

Am Samstag, 29.09.2012, machte ein aufmerksamer Spaziergänger einen erschreckenden Fund: An einem Feld­weg neben der Palettenfabrik in Diemelstadt-Rhoden hing im Gestrüpp ein Handtuch, darunter lag, etwas unter Gras versteckt, ein Schuhkarton. Mit dem Fuß öffnete der Mann den Karton und darin lag ein totes, braun-weißes Hauskaninchen. Da der Mann seine Kinder dabei hatte, verließ er zunächst den Ort und kehrte am darauf­fol­genden Tag erneut an die Fundstelle zurück. Als er den Feldweg weiter entlang ging, fand er ein paar Meter weiter einen weiteren, verklebten Schuhkarton, den er aber nicht öffnete.

 

Totes, braun-weißes Kaninchen / © TSV Bad Arolsen
Totes, weißes Kaninchen / © TSV Bad Arolsen
Schuhkarton mit totem Kaninchen / © TSV Bad Arolsen
Schuhkarton mit totem Kaninchen / © TSV Bad Arolsen
Am Montag teilte man telefonisch den Fund dem Tierschutzverein Bad Arolsen mit, worauf eine Mitarbeiterin die beschriebene Stelle aufsuchte. Der erste Karton war schnell zu finden, er war offen und tatsächlich lag darin ein totes Hauskaninchen. Das Tier war auf Heu und Stroh gebettet. Der zweite Schuhkarton lag etwas versteckter, ein paar Meter weiter, unter einer Grasnarbe. Dieser Karton war zugeklebt und auch darin befand sich ein totes Haus­kaninchen. Dieses Tier war weiß und in ein Handtuch eingebettet.

Die Mitarbeiterin des Tierschutzvereins Bad Arolsen nahm die Kartons an sich und brachte sie zur tierärztlichen Untersuchung nach Bad Arolsen. Beide Kaninchen schienen noch relativ jung zu sein und wiesen noch keine größ­eren Verwesungsspuren auf, so dass die Vermutung nahe liegt, dass sie noch nicht sehr lange dort draußen im Gestrüpp gelegen hatten.

Ob die Tiere bei Ihrer „Beerdigung“ noch lebten oder schon tot waren, bleibt offen. Auf Grund dessen, dass die beiden Tiere in Stroh bzw. in ein Handtuch eingewickelt waren, ist zu hoffen, dass die Kaninchen bereits tot wa­ren. Dennoch: Nur in einem Karton irgendwo im Nirgendwo seine Tiere loszuwerden ist alles andere als im Sinne des Tierschutzgedankens. Diese Art der „Beerdigung“ von Haustieren ist außerdem verboten – auch Haustierbe­erdigungen unterliegen gesetzlichen Richtlinien, die man nicht einfach übergehen kann!

Da auf einem der Schuhkartons noch ein Stückchen einer Adresse zu erkennen ist, scheinen die „Tierentsorger“ aus Diemelstadt oder der näheren Umgebung (Nachbardörfer) zu kommen. Außerdem fährt wohl auch niemand ewig lange Wege, um dann seine Tiere doch nur in die Feldmark zu werfen.

Wir möchten nun gerne herausfinden, wer seine Tiere dort einfach „entsorgt“ hat. Daher bitten wir um Ihre Mithilfe: Wer kann Angaben zu diesen Tieren machen, bzw. weiß, wessen Kaninchen (eines braun-weiß, das an­dere weiß) plötzlich verschwunden sind? Oder kann jemand die Kartons zuordnen, bzw. weiß vielleicht, wer in letzter Zeit solche Ware geliefert bekommen hat? Auf Wunsch behandeln wir Ihre Hinweise selbstverständlich auch vertraulich!

Bitte helfen Sie mit, denn so kann man seine Tiere nicht einfach „entsorgen“!